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My Mother/My Self - Wie meine Mutter

Eine Übersetzungskritik anhand ausgewählter Textpassagen. Von Erdmute Nawroth

1 EINLEITUNG

1.1 Vorbemerkung In meiner Entscheidung, eine Übersetzungskritik von My Mother/My Self zu schreiben, trafen sich verschiedene Motive: zunächst das Interesse am Thema: Es ist ein Buch, das Frauen in einer konkreten Situation konkret helfen kann. Inzwischen schätze ich es sehr, ohne daß ich es unkritisch sehe. Dann hat mir Fridays Stil sehr zugesagt. Und schließlich war es spannend herauszufinden, was beim Übersetzen geschieht oder geschehen kann.

Bei der Arbeit ergaben sich verschiedene 'Klippen'. Zum einen war es die deutsche Sprache selbst zwischen Grammatik, tatsächlichem Sprachgebrauch, Stilistik und Stillehre; die Entscheidung, ob es sich jeweils um ein Verwirrspiel, einen Spielraum oder angemessene Maßstäbe handelt, war oft schwierig, und ich änderte meinen eigenen Stil währenddessen auch. Zum andern war es in einigen Fällen nicht ohne Hilfe einer Muttersprachlerin möglich zu entscheiden, wie bestimmte Stilmittel in der Ausgangssprache wirken. Zuletzt war es mir für meine eigene Sprache auch wichtig, neue, auch mein eigenes Geschlecht achtende Sprachmöglichkeiten anzuwenden sowie nicht in den oft zu lesenden sarkastischen Rezensionston zu fallen, sondern mich an die Beschreibung des Vorgefundenen zu halten und auf diese Weise auch die Übersetzerin zu respektieren. Ohne im vorhinein zuviel zu verraten, war es dabei meine entscheidende Erfahrung, wiewohl eine Binsenwahrheit: wie die Wirklichkeit aussieht, das heißt, in welch großem Maße Übersetzen personenabhängig ist.

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